Wir müssen reden!

Wir müssen reden!
Ein Satz, der schon seit Jahrzehnten für Panik unter Liebenden sorgt. Ein Satz, bei dem man kurz zusammenzuckt und überlegt was man falsch gemacht haben und wem man die Schuld dafür geben könnte. Dabei soll reden das Allheilmittel in der Kommunikation sein. Wobei Reden in der letzten Zeit mehr Mittel zum Zweck geworden ist. Die meisten versuchen mit einer gekonnten Rede Zeit zu schinden und hoffen darauf, dass der Zuhörende dabei ableben wird.

Alle reden, aber keiner hört dem anderen zu, schließlich haben alle anderen keine Ahnung und nur die eigene Meinung zählt.

Wie Mama schon immer zu sagen pflegte „Geredet wird immer“.
In den häufigsten Fällen bleibt es eben nur beim Reden.
Spricht man ein ernstes Thema an, so ist es viel mehr wie Krieg.
Es kämpft die eine Hälfte der Menschheit gegen die andere Hälfte, getreu dem Motto: „Du hast doch keine Ahnung.“

So wird ein Thema tot diskutiert und auf dem Meer fahren Flüchtlinge mit einem Schlauchboot dem Sonnenuntergang entgegen.
Statt zu reden, könnte man auch einfach „machen“.
Man könnte Menschen die Hilfe brauchen einfach helfen, ohne dass es einer großen Rede bedarf.
Dann wäre die Welt plötzlich still und Taten würden für jeden sprechen.

Aber die meisten Menschen möchten nichts ändern.
Schließlich war es früher schon so und was früher schon so war, das muss heute bewahrt werden, weil früher alles besser war.
Ein Gedanke der so intelligent ist, wie das Baden mit einem Toaster, was man als Rehamassnahme für all jene vorschlagen sollte, die diesen Gedanken verfolgen.

Ich glaube viel mehr, dass die meisten Leute nichts ändern wollen, weil man sonst auch nicht mehr drüber reden könnte und feststellen müsste, wie armselig das eigene Leben doch ist.

Das Ganze ist natürlich gepaart mit einer Art Schubladen denken. Schubladen machen das Leben leichter, aber wer zu Hause eine Schublade hat, der weiß wie unordentlich Schubladen sind.
Man verliert also recht schnell die Übersicht über den Inhalt, was dazu führt, dass man nicht genau weiß was man von dem Inhalt noch gebrauchen kann. Aber aufräumen und gegen dieses Denken vorgehen möchte auch kaum einer. Schließlich müsste man sich mit dem ein oder anderen Vorurteil auseinandersetzen und feststellen, dass die meisten Leute dann doch nur Menschen sind.

Aber bitte bedenken sie, dass es in jeder Religion und auch in jedem Land immer Menschen gibt, die Arschlöcher sind. Ein Arschloch zu sein ist aber ein Alleinstellungsmerkmal und hat nichts mit Religion oder Herkunft zu tun. Verurteilen Sie also Arschlöcher aber keine Menschen.

Hören wir doch einfach auf zu reden und haben stattdessen einfach Sex.
Die Welt wäre herrlich still und alle hätten ihren Spaß.
In diesem Sinne:

Don’t talk, make love!

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